Freitag, 13. Dezember 2013

Penguins: Spy In The Huddle - Pinguine Hautnah (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2747660/

Pinguine sind die wohl drolligsten von allen Vögeln. Und sie sind ziemlich hart im Nehmen. Schließlich müssen sie ihre Küken unter schwierigsten Bedingungen großziehen – im ewigen Eis der Antarktis, an sturmumtosten Steilküsten oder in der Atacama-Wüste. 50 verschiedene Überwachungskameras entwickelte der innovative britische Tierfilmer John Downer, um den tapferen Vögeln so nah zu kommen wie nie zuvor. Mit Hilfe ferngesteuerter Hightech-Pinguinattrappen zeigt dieser spektakuläre Dreiteiler wie Pinguine wirklich sind: taff, mutig, zielstrebig – und sehr, sehr witzig. Drei Pinguinarten stehen im Mittelpunkt dieser Miniserie: Kaiserpinguine, die monatelang mit ihren Küken in Finsternis und extremer Kälte ausharren; Felsenpinguine, die schneller hüpfen als laufen und Stürze aus großer Höhe unbeschadet überstehen; und die extrem scheuen Humboldtpinguine, die in der peruanischen Atacama-Wüste vor einem für Pinguine eher unüblichen Problem stehen: Es ist dort gefährlich heiß und trocken.

Das Team um den Tierfilm-Pionier John Downer konnte seine ferngesteuerten Kameras bereits mit Löwen, Eisbären, Tigern, Bären und Elefanten perfektionieren. Doch diesmal übertrafen sie sich selbst: Die selbstfahrenden oder autonom watschelnden Kamera-Roboter waren so perfekt als echte Pinguine zurechtgemacht, dass sich Interaktionen zwischen Tieren und Kameras ergaben. Manchmal gerieten die elektronischen Beobachter sogar zu nah ans Geschehen: Sie wurden von Klippen gestoßen, als Mitfahrgelegenheit missbraucht oder sogar vom eifersüchtigen Teil eines Pinguin-Pärchens attackiert. Ein als Ei getarntes Kameramodell geriet gar in die Fänge eines Greifvogels, was für atemberaubende Flugaufnahmen sorgte.

http://www.imdb.com/title/tt3415834/
1. Die Reise (The Journey)
8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt3433870/
2. Erste Schritte (First Steps)
8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt3454100/
3. Erwachsen werden (Growing Up)
8,5/10

Und daraus ergibt sich eine insgesamt sehr interessante (3-teilige) Dokumentation, die das Leben der Pinguine mal so zeigt, wie man es selbst noch nie gesehen hat. Tolle Bilder undputzige Szenen, stimmig erzählt, wenn auch etwas überdramatisiert, wie man es gewohnt ist. Eine sehr schöne und vor allem interessante Dokumentation.

9/10

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Die Nordsee - Unser Meer (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2768216/

Die Nordsee hat viele Gesichter: weite Wattlandschaften, hohe Dünen, flache Halligen und schroffe Küsten. Ihre Strände locken zu jeder Jahreszeit nicht nur Urlauber sondern auch zahllose Robben an. Und unter der kühlen Meeresoberfläche verbirgt sich eine abwechslungsreiche und faszinierende Unterwasserwelt: Ob majestätischer Riesenhai vor der Kreideküste von Dover oder kampflustige Kegelrobben am Strand von Helgoland, ob mächtige Tintenfische an der holländischen Oosterschelde oder der gruselige Grönlandhai in den Fjorden Norwegens - an über 2.000 Drehtagen unter und über Wasser sammelten Expertenteams selten Gefilmtes und bündelten dies zu einem wahrhaft spektakulären Film.

Ganz formal betrachtet geht die Dokumentation einfach die Nordsee durch, beginnt in Ostfriesland über Helgoland und Nordfriesland hoch über das Dänische Watt nach Norwegen, macht einen Schwenker über den Arktischen Ozean, kommt über den Atlantik dann wieder in die Nordsee bei Schottland rein und läuft runter nach Holland und Westfriesland. Das ist eine nett gedachte Rundreise, die sich aber zu sehr darin verliert. Man hätte sich schon entscheiden sollen, will man nur das Meer zeigen, oder nur die Länder die an diesem angrenzen? Gerade Holland wird wirklich nicht mehr als nur der Vollständigkeithalber angerissen. Der filmische Sprung von einem Friesischen Postboten hinab in die Tiefe zum Roten Knurrhahn wieder hoch zu den norwegischen Moschusochsen über schottische Schafe zum Riesenhai finde ich schon ziemlich extrem, zumal dass auch alles irgendwie willkürlich wirkt, jetzt mal davon abgesehen dass es sich grob an den oben beschriebenen "Fahrplan" hält.

Auch kann ich mir vorstellen dass Zuschauer, die jetzt nicht wissen wo genau Helgoland oder Spiekeroog liegen, vielleicht schnell die geografische Orientierung verlieren. Aber einige tolle Bilder sind dabei, weswegen ich die Dokum doch als gut bewerten kann. Trotzdem sind es - ganz simpel ausgedrückt - nicht mehr als 90 Minuten lang etwas wirr zusammengewürfelte Bilder.

Das ist etwas schade, über die Nordsee kann man dabei soviel mehr erzählen...

7,5/10

Samstag, 23. November 2013

Earth - Unsere Erde (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0393597/

Gedreht an über 200 verschiedenen Orten, mit einer Crew von mehr als 40 Spezialisten, entstand mit “Unsere Erde” ein faszinierendes Portrait unserer Welt. Eingefangen von Kameras der neuesten Generation, die mit bahnbrechenden Entwicklungen aus dem Hightech-Sektor ausgestattet sind, werden wir Teil dieses unglaublichen Abenteuers. Wir tauchen ein und begleiten drei Tierfamilien auf ihren Wanderungen, erleben wie sich diese dem Lauf der Sonne anpassen, und beginnen zu begreifen, welche Naturschönheiten es auf unserem Heimatplaneten gibt, die es zu schützen gilt.

Die zusammengekürzte Serie "Planet Erde": ein faszinierendes Spektrum gegensätzlicher Naturräume: Gigantische Eisberge, endlose Himalaya-Höhenzüge, tiefblaue Ozeane, sonnendurchflutete Regenwälder, verlorene Wüstenlandschaften durchzogen von peitschenden Sandstürmen und schließlich die kühlen Gefilde der Tundra und die erfrischende Atmosphäre der nordischen Wälder.

Die BBC-Produktion ''Earth'' überzeugt auf ganzer Linie, die hochqualitativen HD-Bilder zeigen unglaublich aufwendige Landschaftsaufnahmen und die Lebensräume vieler gut ausgewählter Tierarten. Es hätte gar keinen mündlichen Kommentar gebraucht, denn dieser ist an manchen Stellen nicht sonderlich toll. Die Bildgewalt bezweckt die Botschaft und vermittelt unbeirrt die schönen Seiten dieser Erde. Diese Dokumentation versucht alle wichtigen Schauplätze der Welt auf die Leinwand zu werfen, fundierte sachliche Dokumentationen erweitern das Wissen, Dokumentationen der Marke ''Earth'' erweitern dagegen die Scihtweise.

Gut gemacht!

8/10

Mittwoch, 20. November 2013

Africa: Eye To Eye With The Unknown - Unbekanntes Afrika (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2571774/

Afrika aus einem neuen Blickwinkel. Episch und doch intim. Intensiv, überraschend, umfassend, überwältigend. Der wildeste Kontinent der Erde. Ein Kontinent voller großer und kleiner Überraschungen. Endlose Weite, atemberaubende Wildnis und faszinierende Tiere in einer fast unvorstellbaren Vielfalt. Kein anderer Teil der Erde birgt so unterschiedliche Landschaften von so gewaltigem Ausmaß. Das ist Afrika. Im Norden eine Wüste so riesig wie die USA, im Westen ein Regenwald so groß wie Grönland. Dagegen erstreckt sich im Südosten über Tausende von Kilometern das üppigste Grasland der Welt. Vom Atlasgebirge bis in den tiefsten Urwald verbergen sich neue Geschichten und unerwartete Begegnungen, gewaltige Massenspektakel, erschütternde Dramen und erstaunliches Verhalten. 

http://www.imdb.com/title/tt2638010/
1. Kalahari: Im Bann der roten Wüste (Kalahari)
Erdmännchen sind vorsichtige und geschickte Insektenjäger. Doch die Tricks, mit denen sie ein kleiner Vogel, der Drongo, um ihre Beute prellt, sind geradezu raffiniert. Genauso wie die Taktik, mit der ein erfahrener Giraffen-Bulle seinen jungen Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen weiß. Und das sind nur ein paar Highlights aus dem ersten Teil des BBC-Fünfteilers, der uns in den Südwesten des Kontinents entführt, wo die Wüsten Namib und Kalahari den Ton angeben. Schon die erste Folge offenbarte grandiose Naturaufnahmen inmitten der Wüste. Darunter ein Kampf der Giraffen, den ich so noch nie gesehen habe. Selbst der Kameramann war davon beeindruckt, hatte er doch zuvor genau diese eine Giraffe (ein Bulle) 3 Wochen lang begleitet. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2652676/
2. Savanne: Im Reich der Vulkane (Savannah)
Der zweite Teil führt in den Osten des Kontinents. Ihre Elefanten, Löwen und wandernden Gnus haben Savannen wie Serengeti oder Amboseli weltbekannt gemacht. Auch für die Agame fällt dabei etwas ab, aber dazu muss sie sich an den König der Wüste anpirschen! Exotische Gestalten wie der Schuhschnabel, wandernde Flughunde und Flamingos werden ebenso aus nächster Nähe gezeigt, wie die letzten Berggorillas im Virunga-Nationalpark. Ebenfalls eine sehr interessante Geschichte, wie die Vulkane die Landschaft formten und noch heute formen - und wie sich die Natur und insbesondere die Tiere darin auf diese Umstände anpassen. Der Kampf der Elefanten um die Paarungsrechte bei den Weibchen ist so auch noch nie gezeigt worden. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2652678/
3. Kongo: Das starke Herz der Wildnis (Congo)
Ins immergrüne Herz des schwarzen Kontinents, in den tropischen Regenwald des Kongo-Beckens geht der nächste Teil der Serie. An Wasser herrscht kein Mangel, und hier drängt sich mehr Leben als irgendwo sonst am schwarzen Erdteil. Doch um sich hier im Überlebenskampf zu behaupten, müssen alle, von den Größten, wie Waldelefanten oder Flusspferden, bis hin zu den Kleinsten, wie Schlangen und Fröschen, perfekt an die extremen Verhältnisse angepasst sein. Nur dort wo der Urwald das Meer erreicht, wie am Strand von Loango in Gabun, scheinen paradiesische Zustände zu sein. Die dritte Folge ist die schlechteste der Reihe, wobei "schlecht" immer noch jammern auf hohem Niveau ist. Es ist einfach eine etwas andere Folge, die für mich nicht ganz so interessant ist, da man hier das meiste schon gesehen hat, sopfern man die BBC-Dokus in- und auswendig kennt. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2652680/
4. Das Kap: Zwischen Tropen und Eismeer (Cape)
Einem schillernden Regenbogen gleich ist nicht nur Südafrikas Kultur, sondern auch seine Natur. Am Kap begegnen sich nicht nur die Strömungen aus Ost, dem indischen Ozean und West, dem Atlantik, sondern auch jene aus dem Norden, den Tropen und dem Süden, der Antarktis. Wie die Kaphalbinsel von diesen beiden Einflußsphären beherrscht wird, zeigt der vierte Teil des BBC-Fünfteilers „Afrika – Der ungezähmte Kontinent“. Resultat sind einzigartige Naturphänomene wie das Nebeneinander von Blumenmeeren und staubtrockener Steppen oder die Nachbarschaft von Pinguinen und Pavianen. Auf diese Folge habe ich mich ganz besonders gefreut, bietet sie doch Aufnahmen von einem Platz, an dem ich schon war und diese Schönheit auch live bewundern durfte. Die Aufnahmen hier spielen allerdings eher im Wasser und dem Revier der Haie und Wale, die vor Südafrikas Kap sehr häufig anzutreffen sind. - 10/10

http://www.imdb.com/title/tt2652692/
5. Sahara: Mächtiges Meer ohne Wasser (Sahara)
Den krönenden Abschluss des BBC-Fünfteilers „Afrika – Der ungezähmte Kontinent“ bildet die Sahara, die größte aller Wüsten auf unserem Planeten. Von den Affen über die Kamele bis zu den „Silberameisen“ mussten sich alle Bewohner an die rauen Bedingungen anpassen, als vor wenigen tausend Jahren die uneingeschränkte Herrschaft der Sahara über Nordafrika begann. Es ist eine faszinierende Welt diktiert durch extreme Hitze bei Tag und Kälte bei Nacht. Doch trotz ihres Mangels an lebensspendendem Wasser erscheint auch die Wüste in dieser beeindruckenden Dokumentation so lebendig wie ein eigenständiges Lebewesen. Die (leider) letzte Folge und nicht minder interessant. Manche Aufnahmen sind unglaublich, gerade das Entstehen eines Sandsturms im Makrokosmos ist faszinierend und spannend. Aber auch die Lebensweise in der Wüste, so karg diese auch sein mag, ist interessant und bietet viele kleine Geschichten. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2652694/
6. Die Zukunft (Africa: The Future)
Tierarzt Matthew Mattinda etwa arbeitet für das Lewa Wildlife Conservancy in Kenya. In diesem Naturpark werden verletzte Spitzmaulnashörner aufgenommen und gepflegt. Die wenigen, die es überhaupt noch gibt, stehen unter Schutz und werden mit Waffen bewacht, denn ihre Hörner sind nach wie vor sehr begehrt, und die Wilderei hat in den letzten fünf Jahren um 3000 Prozent zugenommen. David Attenborough trifft den jungen Massai Olubi. Früher machte Olubi Jagd auf Löwen, heute beschützt er sie. Zusammen mit anderen Massai und Doktorin Stephanie Dolrenry stattet er die Raubkatzen mit Funksendern aus. So können die Dorfleute ihr Vieh rechtzeitig in Sicherheit bringen, wenn sich ein Löwe nähert. In Ostafrika machen den Elefanten neu gebaute Strassen zu schaffen. Für die Dickhäuter sind dies unüberwindbare Schranken. Sie hindern die Tiere daran, auf ihrer Nahrungssuche auch weite Strecken zurückzulegen; nicht selten müssen sie deswegen verhungern. In Kenya ermöglichen nun Unterführungen, dass die Tiere ihre Wanderung fortsetzen können. Es gibt aber auch länderübergreifende Schutzprojekte: Insgesamt elf Länder Afrikas arbeiten am wohl grössten gemeinsamen Projekt zur Eindämmung der fortschreitenden Wüste. Geplant ist ein Baumgürtel quer durch all diese Länder - eine Baummauer von 8000 Kilometern, die auch bewässert werden will - keine einfache Aufgabe, aber ein Anfang. - 8,5/10

Insgesamt eine sehr gute, bildgewaltige und interessante Dokumentationsreihe.

9/10

Dienstag, 29. Oktober 2013

Ice Age Giants - Ice Age: Giganten der Eiszeit (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2934994/

Vor über 20.000 Jahren herrschte die letzte Eiszeit auf der Erde. In dieser 3-teiligen BBC-Serie wird jenes faszinierende Zeitalter samt seiner Bewohner wieder zum Leben erweckt. Heute, in einer Welt der globalen Erwärmung, ist eine Eiszeit schwer vorstellbar. In jener Phase der Erdgeschichte waren Ozeane gefroren und das Land begraben unter kilometerdickem Gletschereis. Weit verschobene Klimazonen und veränderte Küstenlinien prägtemn das Bild. Und doch war diese kalte Welt alles andere als lebensfeindlich. Heute ausgestorbene Raubtiere streiften durch die weiten Landschaften, während der Mensch ganz eigene Herausforderungen meistern musste, um zu überleben. Schließlich löschten die globalen Klimaveränderungen an vielen Orten etliche Arten aus, doch es entstanden neue Biotope und Lebewesen andererorts. Diese dreiteilige Koproduktion von BBC, Terra Mater Factual Studios, Discovery Channel und France Télevisions zeigt das Schicksal der großen, charismatischen Tiere des Eiszeitalters - den Aufstieg und Fall von Mammut, Höhlenbär und Säbelzahnkatze.

http://www.imdb.com/title/tt2943730/
Episode 1 – Das Reich der Säbelzahnkatze (Land of the Sabre-Tooth)

Das Eiszeitalter war alles andere als lebensfeindlich – die globalen Klimaveränderungen löschten zwar an vielen Orten Arten aus, schufen aber unzählige neue Möglichkeiten anderswo. Diese innovative dreiteilige Serie rollt das Schicksal der großen charismatischen Tiere des Eiszeitalters neu auf: Aufstieg und Fall von Mammut, Höhlenbär und Säbelzahnkatze als spannende, kriminaltechnische Ermittlung! - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2943892/
Episode 2 – Das Reich des Höhlenbären (Land of the Cave Bear)
Die zweite Folge rekonstruiert unter anderem eine fatale Begegnung zwischen zwei europäischen Eiszeitriesen – dem Höhlenbären und dem Höhlenlöwen. Doch wer hat hier wen getötet? Bei der Entschlüsselung dieses Rätsels wird erlebbar, was wirklich geschah, als die Eiszeit die Naturräume und Landschaften Europas fundamental veränderte! Eine Veränderung, die bis heute an unzähligen Stellen sichtbar bleibt. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt2968420/
Episode 3 – Das Ende der Frostherrschaft (Last of the Giants)
Folge drei verfolgt unter anderem das dramatische Schicksal der jungen Mastodon-Kuh Owasso und ihres ersten Kalbes. Durch detaillierte Analyse des Fundortes und der ökologischen Zusammenhänge entsteht ein umfassendes Bild einer Welt, die dramatischen Veränderungen ausgesetzt ist. Sind Owasso und ihr Kalb durch ihre eigenen Artgenossen getötet worden? Oder waren es bereits Menschen, die erstmals eine Art zum Aussterben brachten? - 7,5/10

Insgesamt eine interessante BBC-Doku mit guten Animationen. Man sieht zwar genau, wann etwas in das Bild kopiert wurde, aber das tut der Serie keinen Abbruch. Die Hintergrundinfos sind interessant und aufschlußreich, wenn auch manches Mal etwas unglaubwürdig, bzw. zu sehr interpretiert. Dies aber nur zu einem kleinen Teil. Ansonsten erfährt man viel über die heutige Arbeit und die daraus resultierenden Schlußfolgerungen über die letzte große Eiszeit. Ein tolle Doku.

7,5/10

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Great Barrier Reef - Das Great Barrier Reef: Naturwunder der Superlative (2011)

http://www.imdb.com/title/tt2185885/

Das Great Barrier Reef in Australien ist ein Ort der Superlative. Es ist atemberaubend schön, weltberühmt und steht für Rekorde: 2300 Kilometer lang bedeckt es eine Fläche von 350.000 Quadratkilometern und ist aus dem Weltraum mit bloßem Auge zu erkennen. Wegen seines Artenreichtums gilt das Riff auch als Dschungel der Meere. So wurde es im Jahr 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Man bezeichnet es auch als das siebte Weltwunder der Natur. Die dreiteilige BBC-Reihe zeigt die Schönheit dieses biologischen Wunders in überwältigenden Aufnahmen und noch nie gesehenen Bildern.

http://www.imdb.com/title/tt2198627/
Teil 1: Naturwunder der Superlative (Nature's Miracle)
Das Great Barrier Reef in Australien ist weltberühmt und steht für Rekorde: 2300 Kilometer lang, bedeckt es eine Fläche von 350.000 Quadratkilometern und ist aus dem Weltraum mit bloßem Auge zu erkennen. Man bezeichnet es auch als das siebte Weltwunder der Natur. Die Bauherren dieses größten von Lebewesen geschaffenen Gebildes auf der Erde sind dagegen winzige Korallenpolypen, oft nicht mehr als zwei Millimeter groß. Wegen seines Artenreichtums gilt das Riff als Dschungel der Meere. Obwohl sie aussehen wie blühende Gärten: Korallen sind keine Pflanzen, sondern Tiere. Sie brauchen tierische Nahrung und sie sind wiederum Nahrung für Tiere.Das Riff verändert sich ständig. Ebbe und Flut, Sonne und Mond sowie unzählige Wetterwechsel sind die treibenden Kräfte. Wie sich Lebens- und Überlebenskünstler im größten Korallenriff der Erde daran anpassen, erzählt die erste Folge des Dreiteilers über das Great Barrier Reef. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2198631/
Teil 2: Vom Riff zum Regenwald (Reef to Rainforest)
Man bezeichnet es als das siebte Weltwunder der Natur. Und bereits seit über 30 Jahren ist es UNESCO-Welterbe. Mit einer Ausdehnung von fast 2300 Kilometern kann man dieses größte, lebende Gebilde der Erde mit bloßem Auge aus dem Weltall sehen: das Great Barrier Reef. Sein Ökosystem umfasst weit mehr als nur Korallenriffe. Die Flüsse, Wasserfälle, Regenwälder und Berge der Küstenregion gehören genauso dazu, wie die Lagune zwischen Festland und Riff, die insgesamt etwa so groß ist wie Deutschland. All diese Lebensräume beeinflussen sich gegenseitig. Veränderungen einer Region haben Auswirkungen auf alle übrigen. Vom Leben und Überleben in dieser weltweit größten Lagune erzählt die zweite Folge des Dreiteilers über das Great Barrier Reef. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2198629/
Teil 3: Tierische Besucher aus aller Welt (Reef and Beyond)
Man bezeichnet es als das siebte Weltwunder der Natur. Und bereits seit über 30 Jahren ist es UNESCO-Welterbe. Mit einer Ausdehnung von fast 2300 Kilometern kann man dieses größte, lebende Gebilde der Erde mit bloßem Auge aus dem Weltall sehen. Das Great Barrier Reef. Ein Ort der Superlative. Nirgendwo sonst gibt es einen vergleichbaren Artenreichtum. Doch das Riff ist nicht nur für Australien von Bedeutung. Es hat eine enorme Anziehungskraft auf Tiere aus aller Welt. Und kein Weg scheint zu weit zu sein. Von den Phillipinen, vom asiatischen Festland oder sogar aus der Antarktis kommen sie hierher – manche der Nahrung wegen – andere, um sich fortzupflanzen. Von dem einzigartigen Naturschauspiel, wenn Tausende von Besuchern das Riff zeitweise für sich erobern, erzählt die letzte Folge des Dreiteilers über das Great Barrier Reef. - 9/10

Was für eine tolle Dokumentation über eine Region, in der ich in absehbarer Zeit beabsichtige ebenfalls einmal zu tauchen. Was besonders fasziniert ist die Tatsache, wie die Region Korallenriff arbeitet und seine Umgebung ständig verformt. Was ich nicht gedacht hätte ist, dass sich die Doku auch mit der (neuzeitlichen) Enstehungsgeschichte des Riffs befasst und so auch in die Mangroven oder den Regenwald geht. Es ist also keine Doku für reine "Wasserliebhaber", obwohl dieses Element nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt bleibt. Es werden Jagdtechniken der ansässigen Tiere gezeigt, einige davon beeindruckend in Zeitlupe, dazu wird ruhig und angenehm erzählt, die BBC-typisch-gute Musik trägt ihr Übriges zum positiven Gesamteindruck bei. Alles in allem wieder mal eine 3-teilige Doku (die übrigens auch vom Steuerzahler mitfinanziert wurde, denn "Das Erste" und der "WDR" waren ebenfalls an der Produktion beteiligt) die schön anzusehen und wissenswert ist und ebenso anschaulich vorgetragen wird. Sehr empfehlenswert!

9/10

Montag, 30. September 2013

Supersized Earth - Generation Earth: Wie wir Menschen die Welt verändern (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2527282/

Aus der Entfernung und auf Satellitenbildern sieht unser Planet immer noch so aus, wie er schon immer ausgesehen hat. Erst wenn man genauer hinsieht, erkennt man eine dramatische Geschichte – die Geschichte, wie wir unsere eigene Welt umgestalten. Lebten 1970 noch dreieinhalb Milliarden Menschen auf der Erde, sind es jetzt sieben Milliarden. Um mit der Masse an Menschen zu Recht zu kommen, haben wir durch eindrucksvolle Ingenieursleistungen nicht nur unser Leben angepasst, sondern auch das Gesicht unseres Planeten. Von den höchsten Gebäuden, über neueste Transporttechnologien bis zur zukunftssichernden und zugleich ausbeutenden Ressourcenerschließung - diese eindrucksvolle BBC-Doku schildert die Geschichte unserer durch Menschenhand neu erschaffenen Welt.

http://www.imdb.com/title/tt2538704/
Episode 1: Wie wir leben (A Place To Live)
Tolle Aufnahmen und teils unglaubliche und faszinierende Geschichten über die Plätze, an denen die Menschen leben. Dabei betrachtet die Serie natürlich hauptsächlich Großstädte, darunter Hong Kong, New York und Shanghai. Mit schöner Animation und spektakulären Trickaufnahmen. So hatte ich das noch nicht gesehen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2538710/
Episode 2: Wie wir uns fortbewegen (The Way We Move)
Ebenfalls sehr interessant und vor allem imposant. Am besten fand ich die Bewegung der Bohrinsel - so etwas habe ich auch noch nie sehen können. Faszinierend. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2558042/
Episode 3: Wir wir überleben (Food, Fire and Water)
Hier schwächelt die Serie etwas und ist beinahe zu einseitig, zeigt aber in schönen Aufnahmen auch riesige Gewächshäuser, stellt Zahlen, Daten und Fakten auf und erklärt, wie bspw. Wasser in unsere Haushalte kommt. Gut. - 7/10

Insgesamt wieder einmal eine sehr schöne BBC-Doku, die zwar etwas kindgerecht erzählt ist, aber dennoch nicht minder interessant für die Erwachsenen.

Donnerstag, 26. September 2013

Chimpanzee - Schimpansen (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1222815/

Für den dreijährigen Oscar hält jeder Tag ein neues Abenteuer bereit. Er ist ein kleiner Schimpanse und genießt sein Leben im Dschungel an der Elfenbeinküste. Doch dann wird seine Mutter von anderen Schimpansen getötet und der kleine Oscar wird zur Waise. Er muss einen Weg finden, allein durchzukommen und muss von den anderen Schimpansen aufgenommen werden. Er wird schließlich vom Alpha-Männchen seiner Gruppe ‘adoptiert’.

Teils wie eine typische Disneygeschichte, in der die "Guten" (also die, die ständig vond er Kamera begleitet werden) als Gruppe und Team bezeichnet werden und die "Bösen" Schimpansen (die, die um ihr Gebiet zu erweitern angreifen) als Armee, deren Anführer sogar den reißerischen namen "Scar" trägt. Klar, es ist eine herzergreifende Story, um den kleinen Schimpansen, der seine Mutter während einer "Schlacht" zwischen den beiden verfeindenen Clans verliert und später vom Chef adoptiert wird. Tolle Aufnahmen, aber mir persönlich zu reißerisch erzählt und zu kindgerecht gemacht um als gute Doku durchzugehen. Sobleibt nicht mehr viel von dem übrige, was man sich erhofft hatte: nämlich ein altbackenes Doku-Märchen mit sehr konstruierter Geschichte, die von sehr guten Aufnahmen und einschmeichelnder Musik begeleitet wird.

Disneynature ist halt nicht BBC.

6,5/10

Mittwoch, 7. August 2013

Wonders Of Life - Wunder des Lebens (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2699374/

Man nehme: etwas Licht, eine Brise Schwerkraft, Materie, Energie und sehr viel Zeit. Fertig ist das Rezept für das komplexeste, vielfältigste und einzigartigste Phänomen des Universums - Leben. Diese fünf Grundbausteine haben dem Planeten Erde schon mehr als 100 Millionen verschiedene Spezies beschert - und auch das Weltall baut auf den gleichen Gesetzen auf. In fünf faszinierenden Folgen zeigt die Dokumentationsreihe "Wunder des Lebens", wie anhand weniger physikalischer Grundsätze sowohl die kleinste Mikrobe als auch die gigantischste Galaxie beschrieben werden kann.

http://www.imdb.com/title/tt2741644/
Episode 1. Von Zwergen und Riesen (What Is Life?)
Das Leben auf der Erde ist weit gespannt: Die größten Bäume werden mehr als 100 Meter hoch – das kleinste Bakterium misst weniger als ein Millionstel Millimeter. So enorm Größenunterschiede in der Natur auch sein mögen, eines verbindet alle Lebewesen auf unserem Planeten: nicht nur allein ihre Größe, sondern auch die Art und Weise, wie sie ihr Dasein verbringen, werden maßgeblich durch die grundlegenden Gesetze der Physik bestimmt. Sehr faszinierend veranschaulicht und äusserst informativ. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2741634/
Episode 2. Vom Leben und Sterben (Expanding Universe)
In der zweiten Folge geht es in die vulkanreichste Region unseres Planeten: den pazifischen Feuerring. Von hier aus erklärt "Wunder des Lebens" wie nahe Leben und Tod beieinander liegen, und fragt, was Leben eigentlich genau ist. Interesasant, aber ein wenig einseitig. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2707746/
Episode 3. Die Evolution der Sinne (Endless Forms Most Beautiful)
Der Mensch erfasst die Welt um sich herum mit seinen Sinnen. Diese Wahrnehmung wurde im Laufe der Evolution immer weiter perfektioniert. Doch es gibt Lebewesen, deren Sinne sehr viel weiter reichen: Fledermäuse hören Ultraschall, Skorpione spüren feinste Vibrationen, Fangschreckenkrebse sehen Licht, das für uns unsichtbar ist. Der Mensch behilft sich mit physikalischen Tricks und Technik: so erweiterten etwa Teleskope unsere Sicht der Welt. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2741640/
Episode 4. Heimatplanet Erde (Size Matters)
Wasser, Sonnenlicht und Sauerstoff sind entscheidend für das irdische Leben. Erst die speziellen physikalischen Eigenschaften dieser Faktoren und die Umweltbedingungen, die sich im Laufe der Zeit stark verändert haben, verwandelten unseren Planeten in eine Oase des Lebens. Asteroiden aus dem All lieferten Wasser, Cyanobakterien produzierten den ersten Sauerstoff, das Pigment Chlorophyll macht Sonnenlicht als Energiequelle für Pflanzen nutzbar. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2731386/
Episode 5. Die Entstehung der Arten (Home)
Der Löwe gilt als Sinnbild der Stärke. Seine Kraft verdankt er - wie die meisten Lebewesen - winzigen Molekülen, den Proteinen. Diese basieren auf einem Schlüsselelement: Kohlenstoff. Erst die besonderen Eigenschaften des Kohlenstoffs ermöglichten die Bildung immer komplexerer organischer Moleküle - bis hin zur Erbsubstanz DNA. Und so geht die Vielfalt des Lebens auf der Erde auf ein Element zurück, das in den Herzen der Sterne geboren wird. - 9/10

8,5/10

Samstag, 27. Juli 2013

Unter Grizzlys (2012)

Im Sommer kann man in der Wildnis Alaskas ein atemberaubendes Spektakel beobachten: Millionen von Lachsen reisen auf ihrer Laichwanderung zurück zu den Quellen. Und dabei drängen sich an Stromschnellen und Wasserfällen hunderte von Grizzlybären, denen die Fische in verschwenderischer Fülle fast in die Mäuler und Tatzen fliegen.

Die ZDF/BBC Koproduktion "Unter Grizzlys" verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Die Naturfilmer der BBC schlagen für einige Wochen ihre Zelte mitten im Eldorado der riesigen Landräuber auf. Mit großem technischen Aufwand lassen sie den Zuschauer tief in das Leben und Treiben der Bären eintauchen. Noch nie wurden die Grizzlys in Nordamerika so intim, außergewöhnlich nah portraitiert.

1. Das Abenteuer beginnt
In der ersten Folge kämpft eine noch unerfahrene Grizzlymutter unermüdlich um das Überleben ihrer beiden Jungen. Ihr Sommer ist voller tragischer Ereignisse. Hungrig und müde im eiskalten Wasser nach Nahrung suchend, verliert sie eines ihrer Kleinen. Nur die Hälfte der Jungtiere überlebt die Saison in der Wildnis Alaskas. Die Gegend wird beherrscht von einem riesigen Grizzly-Männchen und seiner Partnerin, die die Filmcrew als hoch aggressives Weibchen erlebt. Ausgewachsene hungrige Bären stellen eine tödliche Bedrohung für den Nachwuchs dar. Für die Mutter des überlebenden Jungtiers ist es eine harte Zeit voller unerwarteter Abenteuer und Herausforderungen.

2. Drama in der Wildnis
Millionen von Lachsen haben auf ihrer Laichwanderung die Flüsse des Grizzlylands in Alaska erreicht. Ein irrsinniges Spektakel nimmt seinen Lauf, wenn das Hauen und Stechen der Grizzlys um die Fische beginnt, wenn sie in Scharen die Wasserfälle bevölkern, um tonnenweise Lachs zu verschlingen. Auch die Weibchen wollen mit ihren hungrigen Jungen an der verschwenderischen Fülle teilhaben. Aber dies ist lebensgefährlich für ihren Nachwuchs. Es ist ein schwieriges Unterfangen, den Kleinen das Fischen beizubringen und sie gleichzeitig vor den männlichen Tieren zu schützen. Wenn der Winter einbricht, wird der Überlebenskampf noch härter, und die Bedrohung noch größer.

Eine niedliche zweiteilige Doku, die auch schon auf zdf in der Rubrik Terra-X zu sehen war. Die Aufnahmen sind teils so unglaublich nah, dass man quasi Angst um den Kameramann haben kann. Ansonsten aber sehr schön erzählt, mir nur etwas zu einseitig berichtet, da sich die Macher zu sehr auf das Leben in der Gruppe konzentrierten und nicht um das Leben des Bären allgemein. Auch stört es mich immer wieder, wenn in Dokus der Forscher vor die Kamera tritt und seinen Senf zum Geschehen dazu gibt. Das ist zwar informativ, geht aber auch aus dem Off. Dennoch eine sehr gute Doku mit schonen Aufnahmen.

7,5/10

Mittwoch, 17. Juli 2013

Orbit: Earth's Extraordinary Journey - Orbit: Die unglaubliche Reise der Erde (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2286877/

Die Erde braucht ein Jahr, um die Sonne zu umkreisen. 940 Kilometer lang ist ihr Weg. Und jeder Schritt der Erde ist wichtig, um das Leben, wie wir es kennen, mit ständig wechselnden Wetter- und Jahreszeiten zu erhalten.Jeder der 940 Millionen Kilometer, die die Erde jedes Jahr um die Sonne zurücklegt, ist für den Fortbestand des Lebens auf unserem Planeten essenziell. Die Laufbahn der Erde um die Sonne sorgt für das Wetter und die Jahreszeiten. Ausschlaggebend ist der Neigungswinkel von 23 Grad. Ohne die Erdneigung gäbe es keine klimatischen Veränderungen – die Äquatorialregionen würden verbrennen, während die Pole im ewigen Eis erstarren würden. Zum allerersten Mal zeichnet diese BBC-Dokumentation die Reise der Erde um die Sonne nach und veranschaulicht die unglaublichen Kräfte der Jahreszeiten und des Wetters – in positiver wie auch zerstörerischer Weise. Außergewöhnliche Bilder aus dem All, faszinierende Aufnahmen der Naturphänomene auf der Erde und neueste wissenschaftliche Fakten machen aus dieser dreiteiligen Serie ein brillantes und noch die dagewesenes Doku-Abenteuer.

http://www.imdb.com/title/tt2323127/
1. Die Umlaufbahn (The Pathway)
Bei ihrer Reise um die Sonne legt die Erde innerhalb eines Jahres etwa 940 Millionen Kilometer zurück. Unterwegs erfährt unser Planet Einflüsse, die Folgen für das irdische Leben haben: Himmelskörper kreuzen die Erdbahn und prallen als Meteorite auf die Erde. Der Sonnenwind bombardiert das Erdmagnetfeld mit geladenen Teilchen. Über Jahrmillionen variiert die Umlaufbahn: der Abstand Erde-Sonne schwankt - und das Klima ändert sich.

http://www.imdb.com/title/tt2335681/
2. Die Rotation (Spin)
Die Erde vollführt innerhalb von knapp 24 Stunden eine volle Drehung - für das irdische Leben ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Erdrotation sorgt aber nicht nur für die unaufhörliche Abfolge von Hell und Dunkel - sie ist auch die Ursache für den Verlauf von Meeresströmungen und die Entstehung von Wirbelstürmen.

http://www.imdb.com/title/tt2335683/
3. Die Erdneigung (Tilt)
Die Drehachse der Erde steht nicht senkrecht - sie ist um rund 23 Grad gekippt. Diese Neigung führt dazu, dass die Dauer von Tag und Nacht im Jahresverlauf schwankt. Weiters ändert sich auch die Energie der Sonne, die eine bestimmte Region der Erde erreicht, im Lauf der Zeit - und verursacht so die Jahreszeiten. Ob Karibus oder Buckelwale - rund um den Erdball löst der Wechsel der Jahreszeiten Wanderungen zahlloser Tierarten aus.

Vermutlich ist "Orbit" die Dokumentation für Hobbyastronomen und leidenschaftliche Sterngucker. Jede der drei Folgen besticht durch interessante Aufnahmen, perfekte Animationen, informative Kommentare und passende Musik und nimmt den Zuschauer in drei spannende, wie aufschlussreichen Episoden mit auf die Reise um unseren Planeten. Dabei wird weniger das Leben selbst betrachtet, als vielmehr die Entstehung desselben und die Wirkungen des Kosmos und der darin befindlichen Objekte auf unseren blauen Planeten. Leider werden die Folgen durch die eigentlich sont wünschenswerte Ausführlichkeit aber auch schnell eintönig, da immer und immer wieder auf dieselben Phänomene Bezug genommen wird und man das Gefühl hat, dass sich Dinge wiederholen. Hier kann man durchaus zwiegespalten sein. Dennoch ist "Orbit" wieder einmal eine tolle BBC-Dokumentation.

7,5/10

Freitag, 7. Juni 2013

New Zealand From Above - Wildes Neuseeland/Neuseeland von oben: Ein Paradies auf Erde (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2372238/

Es handelt sich bei dieser Blu-ray um die 5-teilige TV-Dokumentation, welche unter dem Titel "Neuseeland von oben" auf arte lief. Für Neuseeland-Begeisterte eine tolle Doku, insbesondere die vierte Folge über das Vulkangebiet rund um Rotorua ist einfach toll und sehr informativ. In dieser filmischen Reise, ausgerüstet mit einem Hubschrauber und offensichtlich auch High-End-Technologie, geht es durch das Land, das bereits einigen erfolgreichen Fantasy-Filmen, wie „Herr der Ringe“ oder kürzlich „Der Hobbit“, als Kulisse diente. Landschaften, die schon vom Boden aus faszinierend sind, enthüllen aus der Vogelperspektive Geheimnisse und Muster von unglaublicher und beeindruckender Schönheit. Folge für Folge führt einen die Reise ein Stück weiter von der Südspitze ausgehend bis in den äußersten Norden der beiden Hauptinseln.

http://www.imdb.com/title/tt2514716/
1. Fjorde und Regenwälder (The Far South)
Startpunkt der Reise durch Neuseeland ist der „Fjordland“-Nationalpark. Er wurde 1952 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört seit 1986 mit seinen 15 Fjorden und einer einzigartigen wilden Küstenlandschaft zum Weltnaturerbe der UNESCO. Besonders die beiden Fjorde Milford Sound und Doubtful Sound gehören zu den begehrten Naturreisezielen Neuseelands. Wie ganz Neuseeland besitzt auch „Fjordland“ keine einheimischen Landsäugetiere. So hat sich hier einst von Siedlern mitgebrachtes Rotwild dank fehlender natürlicher Feinde zur Plage entwickelt. In den nährstoffreichen Gewässern vor der Küste „Fjordlands“ tummeln sich zahlreiche Fische, aber auch Robben werden vom üppigen Nahrungsangebot angelockt. An den Küsten werden Langusten für den internationalen Export gefangen. Mit dem Dampfschiff geht es weiter nach Queenstown, einer der wenigen Städte im tiefen Süden. Vor den Toren der Stadt befindet sich ein Mekka für Fallschirmspringer. Außerdem dienten einige Plätze als Kulissen für Fantasyfilm-Trilogie „Herr der Ringe“. Nicht weit hinter Queenstown türmen sich die höchsten Gipfel Neuseelands zu einem beeindruckenden Gebirge, das an die europäischen Alpen erinnert und den Namen „Southern Alps“ trägt. Vom Meer her treibt die Tasmanische See feuchte Luft die Hänge hinauf. So gehört die Westseite der Gipfelkette zu den regenreichsten Gebieten der Erde und ist mit ausgedehnten Regenwäldern bedeckt. Neben riesigen Farnen findet man Scheinbuchen, die ihr Wurzelwerk in die dünne, fruchtbare Erdschicht graben, und Moose, die alles überziehen. Auch die 580 Meter hohen Sutherland-Wasserfälle stürzen hier die Klippen hinab und bieten gerade nach starken Regenfällen einen spektakulären Anblick. Die Region ist Lebensraum des Kakapo, der einzigen Papageienart weltweit, die nicht fliegen kann. Der Kakapo ist heute stark bedroht und wird durch ein spezielles Brutprogramm im Nationalparkgebiet nachgezüchtet und wieder ausgewildert. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2514712/
2. Die Südalpen (Central South Island)
Weite Grasebenen wechseln sich ab mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten. Zwischen diesen Bergen befindet sich der höchste des Landes, der Mount Cook mit 3.754 Metern. Gletscher haben das Gesicht der Südalpen Neuseelands geformt. Das Wasser von Schmelzwasserflüssen hat die Berge mit tiefen Schluchten durchzogen. Im Landesinneren befinden sich funkelnde türkisfarbene Bergseen. Einige sind mit Kanälen verbunden, deren schnell fließendes Wasser für die Lachszucht verwendet wird. An anderen Seen wird das Wasser gestaut, um Energie zu erzeugen – Neuseeland deckt 75 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen. 50 Prozent des Gesamtbedarfs werden allein durch Wasserkraft gewonnen. Das Land im Pazifik ist somit ein Vorreiter im Bereich der grünen Energie. Der Nationalpark Aoraki/Mount Cook beherbergt nicht nur den höchsten und längsten aller Gletscher Neuseelands, sondern auch insgesamt 19 Gipfel über 3.000 Meter. Der Maori-Name des Mount Cook, „Aoraki“, bedeutet soviel wie „Wolken durchstechend“. Ein Meer aus Wolken wogt um die schroffen, vereisten Gipfel und bietet ein atemberaubendes Panorama. Im Gegensatz dazu ist die Region Otago, die nordöstlich der sogenannten Southern Lakes liegt, trocken, heiß und staubig. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts lag hier das Zentrum des Goldrausches. Zu Tausenden strömten die Goldsucher aus der ganzen Welt ins Inland. Entlang des Dunstan-Trails finden sich noch heute ihre Spuren. Der Weg führt durch unendlich karge Weiten bis hin zu dem ehemaligen Goldsucherstädtchen Bendigo. Die Ruinen ihrer einfachen Steinhäuser sind Zeugen einer goldenen Vergangenheit. Das Gold der heutigen Zeit ist in Neuseeland der Wein, wie Winzer Nick Mills erzählt. Pinot Noir ist die bekannteste Rebsorte der südlichsten aller Weinberge, der international Anerkennung gefunden hat. So wie früher Schiffe voller hoffnungsvoller Goldgräber nach Neuseeland kamen, machen sie sich heute, beladen mit Wein, in die entgegengesetzte Richtung auf. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt2514704/
3. Neuseelands Wilder Westen (The West Coast and Northern South Island)
Die Westküste Neuseelands ist ein landschaftlich spektakulärer, aber gegenüber Menschen gnadenloser Lebensraum. Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. Davon zeugen verwitterte und vom Regenwald überwucherte Grabsteine. Der schmale Küstenstreifen bietet ursprüngliche und weiße Strände sowie Wiesen, auf denen hier und da Rinder grasen. Begrenzt wird dieser fruchtbare Landstrich von den südlichen Alpen, die sich massig in die Höhe erheben. Die frühen Siedler taten sich extrem schwer, das Gebirge zu überwinden, das von einem undurchdringlichen, sumpfigen Regenwald überwachsen ist, der über eine immense Baumvielfalt verfügt. Das feuchte Klima begünstigt das Wachstum verschiedenster Moosarten. Es heißt, dass Dinge, die sich nicht bewegen, in Sekundenschnelle von einem zarten grünen Teppich überzogen sind. Noch heute ist der Küstenstreifen ein einsamer Lebensraum. Ein Stück weiter nördlich befindet sich die Tasman-Bucht, benannt nach dem europäischen Entdecker Neuseelands, Abel Tasman. Der niederländische Seefahrer plante genau an dieser Stelle seinen ersten Landgang. Doch die dort lebenden Maori vertrieben das niederländische Schiff. Auch diese Region hat viele Gesichter: weiße Sandstrände, Gebirge und weite Ebenen, zahlreiche Flüsse und nur mit dem Boot erreichbare Naturschutzgebiete. Nur in dieser Gegend der Südinsel findet man Pounamo, einen Jade-ähnlichen Stein, der fast so hart ist wie ein Diamant. Der Pounamo spielt in der Kultur der Maori eine wichtige Rolle. Traditionell wird er zur Herstellung von Waffen und Schmuck verwendet. An der Nordspitze der neuseeländischen Südinsel sind die Klippen aus weichem Kalkstein, an dem die immer wiederkehrenden Wellen Spuren und bemerkenswerte Formen hinterlassen. Und auf dem Farewell Spit tummeln sich Tölpel in einer eindrucksvollen Kolonie. Die Landzunge ist Rückzugsgebiet und Brutstätte des für Neuseeland typischen Vogels. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2514702/
4. Rauchende Vulkane und dampfende Quellen (Southern North Island and Volcanic Plateau)
Im Jahr 200 nach Christus bricht der Vulkan Taupo aus. 20.000 Kubikmeter Asche verteilen sich über die neuseeländische Nordinsel und der schon einige Tausend Jahre zuvor entstandene Kratersee vergrößert sich um ein Vielfaches. Historische Quellen berichten, dass sich damals sogar der Himmel über China und Rom tiefrot färbte. Im Zentrum der Nordinsel – auf dem sogenannten Zentralplateau – erheben sich gleich mehrere Vulkane. Ungeheure Kräfte sind am Werk und formen diese Landschaft. Das spektakuläre Plateau diente auch als Kulisse für das Schattenreich „Mordor“ bei der Verfilmung des „Herr der Ringe“-Epos. Viele der Feuerberge sind noch heute aktiv, darunter die Vulkane Taupo, Mount Tongariro, Mount Ruapehu und Mount Ngauruhoe im Süden. Der weit im Westen liegende Mount Taranaki gilt aufgrund seiner symmetrischen Krone als einer der schönsten Vulkane der Region. Um seine isolierte Lage rankt sich eine eindrucksvolle Legende aus der Kultur der Maori. Der weiter nördlich gelegene Rotorua-See ist ebenfalls ein Kratersee. An seinen Ufern dringt heiße Luft aus den Tiefen der Erde an die Oberfläche, Dampfschwaden ziehen über den See. Die Reise führt vorbei an surreal anmutenden jadegrünen Sulfat-Seen. Die ganze Landschaft scheint zu dampfen, Schwefelgeruch liegt in der Luft, und Geysire schießen Wasser gen Himmel. Hier lebt Nanny Christina Gardiner vom Maori-Stamm Te Arawa, die Bräuche und das Kunsthandwerk ihres Stamms vorstellt. Über Generationen hinweg haben sich die Menschen an die besonderen Gegebenheiten der Landschaft angepasst und die geothermale Energie in ihren Alltag integriert. Heiße Quellen dienen als Kochtöpfe. In Sieben, die in die Quellen getaucht werden, wird das Essen gegart. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2514688/
5. Mammutbäume und Inselarchipel (Northland)
Der äußerste Norden der Nordinsel ist der am dichtesten besiedelte Teil Neuseelands. Die größte Stadt des Landes, Auckland, liegt an der schmalsten Stelle der Insel. Der Landstreifen zwischen der Tasmansee im Westen und dem Pazifik im Osten ist teilweise nur einen Kilometer breit. Weiter im Norden liegt der beeindruckende und märchenhafte Waipoua Wald. Er besteht fast ausschließlich aus den majestätischen neuseeländischen Kauri-Fichten. Bis zu 50 Meter erheben sich diese Bäume kerzengerade in die Lüfte, ihre Stämme haben einen Durchmesser von bis zu vier Metern. Inmitten der Kauri-Fichten steht der Fürst des Waldes, der Tãne Mahuta. Er ist der größte noch existierende Kauri-Baum mit einer Höhe von mehr als 50 Metern und einem Stammumfang von fast 14 Metern. Sein Alter wird auf über 2.000 Jahre geschätzt. Vor der Ostküste liegen die unbewohnten Poor Knights Islands mit ihrer faszinierenden Unterwasserwelt. Ein Unterwasserfotograf zeigt die zahlreichen Höhlen, die den unterschiedlichsten Fischarten Schutz bieten. Ein Stück weiter nördlich siedelten in der Region der Bay of Islands die ersten Europäer. Als sie sich niederließen, kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den seit Jahrhunderten dort lebenden Maori. Erst mit der Unterzeichnung des Waitangi-Vertrags 1840 kehrte Frieden ein. Der Vertrag sah zwar ein britisches Staatsoberhaupt vor, sicherte den Maori aber gleichzeitig ihr Land und die britischen Grundrechte zu. In dieser Gegend befindet sich auch der einzige maorische Radiosender, der in der zweiten offiziellen Landessprache sendet. Am nördlichsten Zipfel der Nordinsel, am Kap Reinga, treffen schließlich die Tasmansee und der Pazifik aufeinander. Hier, so sagen die Maori, verlassen die Seelen der Verstorbenen das Land, um sich aufzumachen zu der letzten Station ihrer Reise, in das Land ihrer Ahnen Hawaiiki-A-Nui. - 8/19

Eine sehr interessante und ausführliche Dokumentation, die sich nicht allein um die Tierwelt dreht, sondern das Land "am Stück" betrachet und so auch auf die Landschaftsbildung, das Leben und Wirken der Menschen und das Zusammenspiel mit der Natur, welche in Neuseeland groß geschrieben wird, eingeht. Sehr empfehlenswert!

8/10

Samstag, 1. Juni 2013

Shark Week (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1146333/

Vor über 25 Jahren hat der amerikanische Discovery Channel begonnen, eine Woche im Jahr dem Thema „Haie“ zu widmen. Die in der „Shark Week“-Reihe gezeigten Dokumentationen haben sich seitdem zu einem wahren Kult entwickelt.. Die Blu-ray beinhaltet zwei Dokus über den Weißen Hai und sein Jagdrevier.

http://www.imdb.com/title/tt1754802/
1. Die Weißen Haie von Seal Island (Ultimate Air Jaws)
Wenige Kilometer vor der Küste Südafrikas gibt es eine Insel, die Schwimmer und Wassersportler besser meiden sollten: Seal Island in der False Bay. Die Gewässer rund um das kleine Eiland gelten nämlich als beliebtes Jagdrevier des Weißen Hais. Dem renommierten Fotografen Chris Fallows gelangen hier vor einigen Jahren einzigartige Aufnahmen von Haien, die bei der Robbenjagd meterhoch aus dem Wasser sprangen. Doch Wissenschaftler haben eine weitere interessante Entdeckung gemacht: Zu bestimmten Jahreszeiten scheinen die Haie näher an die Küste zu ziehen – gefährlich nahe. Denn hier tummeln sich Tausende von Badegästen und Surfern im Meer. Unklar ist aber bisher, was die Raubfische so nah ans Ufer treibt. Könnte das flache Wasser als Kinderstube der Weißen Haie dienen? Perfektionieren die Meeresräuber hier ihre Jagdtechniken? Oder kommen sie in diesem Gebiet gar zur Paarung zusammen? Um das Geheimnis der Hai-Wanderung zu lüften, startet Chris Fallows eine spannende Expedition rund um Seal Island. Seine Erkenntnisse sollen außerdem helfen, das Gefahrenpotenzial für den Menschen besser einzuschätzen. Dank bestem Kamera-Equipment gelingen dem Fotografen dabei atemberaubende Aufnahmen von Hai-Attacken.

http://www.imdb.com/title/tt2759670/ 
2. Colossus - Jagd nach dem Riesenhai (Air Jaws Apocalypse)
Seal Island, Südafrika: Seit Jahren erforscht Fotograf und Hai-Experte Chris Fallows in den Gewässern rund um die "Robbeninsel" das Verhalten von Weißen Haien. Hier sind ihm bereits spektakuläre Aufnahmen gelungen. Die Bilder seiner meterhoch aus dem Wasser fliegenden Haie sind weltbekannt. Jetzt will Fallows mehr über das Alphatier der Jagdgründe erfahren: "Colossus" ist ein riesiger, über 4 Meter langer und 1,3 Tonnen schwerer Weißer Hai, der im Revier an oberster Stelle der Nahrungskette steht. Dokumentarfilmer Jeff Kurr ist beim 12 Monate dauernden Filmprojekt dabei und bringt seine neu entwickelte, ferngesteuerte Unterwasserkamera zum Einsatz. Die so genannte "Spy Cam" liefert den Forschern völlig neue Erkenntnisse über das natürliche Jagdverhalten der Meeresräuber sowie über die dominante Rolle des "Colossus".

Wieder einmal 2 ausgewählte und gleichzeitig interessante Dokus, die zwar von Titel her sehr reißerisch klingen mögen, aber im Kern den Weißen Hai an sich betrachtet, sein Verhalten und seine Jagdmethoden - mit teils unglaublichen Bildern.

Was etwas daneben ist und der Doku eine höhere Wertung verwehrt ist die typische amerikanische Art, etwas übertrieben gefährlich zu präsentieren. Das dämpft die opulenten Bilder und die ansonsten so gut recherchierten Aufnahmen etwas und langweilt sogar.

7,5/10

Mittwoch, 24. April 2013

Secrets Of Our Living Planet - Die Tricks des Überlebens (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2262912/

Etwa 10 Millionen Tier- und Pflanzenarten leben auf der Erde. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. So sind im Laufe von Jahrmillionen komplexe und außergewöhnliche Beziehungen zwischen den Organismen entstanden, die die Fortpflanzung sichern oder Schutz und Nahrung bieten. Leben bestimmt unseren Planeten, doch bis vor kurzem war es ein Geheimnis, wie es sich immer wieder erfolgreich verbreiten kann. Diese BBC-Serie entdeckt mit neuester Filmtechnik die Geheimnisse unserer Lebensräume und das faszinierende Zusammenspiel zwischen Tier- und Pflanzenwelt.

http://www.imdb.com/title/tt2279530/
1. Im Dschungel (The Emerald Band)
Wer im Dschungel überleben will, muss einen raffinierten Trick beherrschen, schnell rennen oder klettern können, gut aussehen oder riechen. Am besten, man kann etwas, was sonst keiner kann – so wie Aguti, Prachtbiene und Paranuss-Baum am Amazonas. Einmal im Jahr lösen sich die kokosnussgroßen Früchte des Paranuss-Baums aus der Krone und krachen 50 Meter tief auf den Urwaldboden. Auf diesen Moment hat das Aguti gewartet. Paranüsse sind schließlich die Lieblingsspeise des kleinen Nagetiers. Zwar ist die Schale steinhart – aber genau daran hat sich das Aguti angepasst: Niemand außer ihm besitzt so ein scharfes Gebiss, um die Frucht zu öffnen. Die Samen im Innern knackt das Aguti mühelos, ein paar verspeist es sofort, den Rest vergräbt der Nager einzeln im ganzen Revier. Dies wiederum ist die Überlebensstrategie des Paranuss-Baumes: Seine Samen werden im Regenwald verteilt und können weit weg vom Mutterbaum neue Standorte erobern. Denn je weiter die jungen Sämlinge von ihren Elternbäumen entfernt aufwachsen, desto sicherer sind sie vor ihren Fressfeinden. Auch zum Bestäuben braucht der Baum einen tierischen Helfer – die Prachtbiene. Nur sie ist groß und stark genug, den Deckel der Paranuss-Blüte anzuheben, um hinein zu tauchen. Der Nektar nährt ihre Brut und sie selbst – und beim Besuch der nächsten Blüte trägt sie den Pollen weiter. Sind die Kelche bestäubt, dauert es 15 Monate, bis die neuen Früchte reif werden und dem Aguti vor die Nase fallen. So tragen zwei kleine Tiere dazu bei, dass der riesige Amazonas-Baum nicht ausstirbt – dafür versorgt er sie mit Nüssen und Nektar. Das ist nur eine von vielen Geschichten über die geniale Symbiose zwischen Tieren und Pflanzen im Regenwald. Warum hilft die Winker-Krabbe dem Mangrovenwald? Warum sind Nektarvögel die „Bienen“ des tropischen Regenwalds? Und was hat die Passionsblume mit Blausäure zu tun? Etwa 10 Millionen Tier und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. Wie vielfältig die Abhängigkeiten sind und wie kreativ die Tricks des Überlebens sind, zeigen die Macher der Mini-Serie in spektakulären Bildern. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2279528/
2. In der Savanne (The Secret Of The Savannah)
Graslandschaften erscheinen oft eintönig. Doch sie sind es ganz und gar nicht. Viele Bewohner überleben hier nur, weil sie ganz besondere Bündnisse mit einer anderen Art schließen. In Kenia zum Beispiel kämen Impala-Antilopen in der Savanne ohne Nashörner nicht zurecht, in Brasilien legen Mähnenwölfe regelrechte Obstplantagen an und in Australien halten sich Nasenbeutler eigene Wiesen – und das alles, um die nährstoffarmen Savannengräser aufzupeppen und an den lebenswichtigen Eiweißbestandteil Stickstoff zu gelangen. Ohne Tiere wie „gärtnernde“ Bürstenkängurus, den Nasenbeutler, das Nashorn oder den Mähnenwolf gäbe es die Grassavannen nicht, in denen sie leben. Eine besonders ausgeklügelte Lebensgemeinschaft pflegen Akazien in Afrika. Sie nutzen gerne die stickstoffreichen Termitenhügel als Keimgrund. Viele wachsen direkt neben den Hügeln, ihre Wurzeln reichen in den Bau hinein. Akazien, die einen derart vorteilhaften Standort ergattert haben, tragen doppelt so häufig Früchte wie andere, die weiter entfernt von Termitenbauten stehen. Kein Wunder, dass sie besonders verlockend auf Pflanzen-fresser wirken. Zur Verteidigung nutzen sie ihre Stacheln und halten sich Ameisenarmeen, die sie mit süßen Saft anlocken. Die Winzlinge schlagen dann sogar Elefanten und Giraffen in die Flucht. Die wilden Bewohner von Savannen haben sich eine Menge Strategien und Tricks einfallen lassen, um im Grasland an lebenswichtigen Stickstoff zu kommen und zu überleben. Doch nur durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Organismen, gelingt es immer wieder aufs Neue karges Grasland in blühende Landschaften zu verwandeln. Es gibt eine Menge dieser Geheimnisse, die nur entdeckt werden wollen. Das zeigen die Macher des Dreiteilers in spektakulären Bildern. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2279532/
3. Im Wald (The Magical Forest)
Nur auf der Nordhalbkugel gibt es Wälder, deren Leben durch große Veränderungen geprägt wird. Jedes Jahr lässt sich hier ein wundersamer Wechsel beobachten: im Winter sinken die Temperaturen dramatisch und die Wälder werden völlig kahl. Im Frühjahr kehren mit steigenden Temperaturen die grünen Blätter und damit das Leben zurück. Bei diesen Extremen helfen oft nur Tricks beim Überleben – und häufig auch Verbündete. So kann ein Pilz beispielsweise ohne Gleithörnchen nicht überleben. Diese grauen Nager können bis zu 30 Meter durch die Luft segeln, sie leben auf Bäumen, bevorzugt in alten Spechthöhlen. Doch ihre Lieblingsspeise wächst unter der Erde: Pilze. Pilzsporen gehen daher im Magen-Darm-Trakt der Gleithörnchen auf Reisen und können sich so bestens verbreiten. Pilze wiederum gehen im Boden eine Symbiose mit Bäumen ein, beide profitieren von mehr Nährstoffen. Ein einzelner Pilz ist in der Lage sich über 10 Quadratkilometer ausbreiten und kann tausende von Bäumen miteinander verbinden. Im Endeffekt bilden Pilze ein intelligentes Netzwerk, ein echtes „wood-wide-web“, jeder Wald ist daran angeschlossen. Das ist nur eine von vielen Überlebensgeschichten in den Wäldern der Nordhalbkugel. Und auch hier heißt es: Beziehungen sind alles … Warum geht der nordamerikanische Luchs einen Bund mit einer Raupe ein? Welche Rolle spielen Schneehasen dabei? Warum sind Lachse für die Küstenwälder Kanadas lebenswichtig? Wie kreativ die Tricks des Überlebens sind, zeigt der Dreiteiler in spektakulären Bildern. Etwa 10 Millionen Tier und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2279534/
4. Im Wasser (Waterworlds)
Etwa zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten leben auf der Erde. Kein einziges Lebewesen kann jedoch für sich alleine existieren. Im Laufe von Jahrmillionen sind komplexe und außergewöhnliche Beziehungen zwischen den Organismen entstanden. Sie sichern gegenseitig Fortpflanzung, bieten Schutz und Nahrung. Im und am Wasser gibt es besonders ausgefallene Lebensgemeinschaften. Und mehr noch als in anderen Lebensräumen sind selbst Tiere voneinander anhängig, von denen man es nicht erwarten würde: der Tiger von einer Krabbe, der Riesenotter von einer Schnecke und alle Lebewesen des Riffs von einem Schwamm. Was noch faszinierender ist, dass alles Wasser in einen Kreislauf des Lebens eingeht. Von der Quelle eines Flusses bis zu seiner Mündung ins Meer und weiter bis zur Tiefsee sind unglaublich komplexe Nahrungsketten entstanden. Von einigen weiß man bis heute nicht, wie sie funktionieren, andere tun ihre Arbeit seit Jahrmillionen und passen sich trotzdem ständig den aktuellen Gegebenheiten an. Die filmische Reise führt von den klaren Bergflüssen über den sumpfigen Pantanal bis ins Korallenriff – eine Reise voller außergewöhnlicher Tiere und Pflanzen. - 8,5/10
 
Die Serie geht in ihrer ersten Folge in den Dschungel und konzentriert sich dabei vor allem auf das Wachsen der Pflanzenarten, die hier, bedingt durch subtropische Bedingungen, nur mit Einfacllsreichtum wachsen können. Besonders interessant waren die Zahlen zur Blattschneideameise. Die zweite Folge betrachtet das Leben und Überleben in der Savanne, wo wir den Herden von Impalas folgen, aber auch das tonnenschwere Breitmaulnashorn eingehender untersuchen. In der dritten Folge geht es in den Wald in der vierten Folge ins Wasser. "Die Tricks des Überlebens" ist eine tolle 4-teilige BBC-Doku, die das Zusammenspiel von Tieren und Pflanzen näher beleuchtet und wie sich dabei beide auf ändernde Umwelteinflüsse einstellen müssen, um zu überleben. Und so schließt sich der Kreislauf und bietet mit passender musikalischen Begelitung und einer sehr guten Erzählstimme eine schöne Naturdoku. 

 8/10 

Samstag, 16. März 2013

Das grüne Wunder - Unser Wald (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2266696/

Er liegt ganz in unserer Nähe, aber eröffnet bei genauem Hinsehen eine völlig neue Welt: Mit seinen edlen, poetischen Bildern ist die erfolgreiche kinodokumentation eine spektakuläre Entdeckungsreise durch den bekanntesten, schönsten und vielfältigsten heimischen Lebensraum, den Wald. Intime Verhaltensbeobachtungen wohl vertrauter Arten wechseln mit den Geschichten der eher skurrilen Waldbewohner. So entsteht ein raffiniertes naturkundliches Puzzle, das dem romantischen Mythos Wald ganz greifbaren Zauber verleiht. Mit "Das grüne Wunder" - erzählt von Grimme-Preisträger Benno Fürmann - lädt der renommierte Naturfilmer Jan Haft ein, die aufregenden Lebensformen unseres Waldes mit geschärftem Bewusstsein neu zu entdecken.

Eine schöne Naturdoku, ohne Zweifel. Fantastische Bilder aus heimischen Wäldern, dazu grandiose Slow-Motion-Sequenzen und tolle (und vor allem passende) Musik. Es werden vor allem Tiere betrachtet, von Fuchs über Widlschwein bis hin zum Hirschkäfer und Sperber. 

Einzig der Sprecher ist schlecht gewählt. Benno Fürmann versucht alles, aber scheitert kläglich. Das mag am Script liegen, dass die Story eher stichpunktartig als flüssig erzählt, allerdings ist Fürmanns Stimme auch eher die eines Vorlesers als die eines Erzählers. Hat man sich einmal daran gewöhnt ist es okay. Aber bis dahin braucht man eine kleine Weile. Daher "nur"...

7/10 


Sonntag, 10. März 2013

Earthflight - Die fantastische Reise der Vögel (2011–2012)

http://www.imdb.com/title/tt2346091/

Die Reihe "Die fantastische Reise der Vögel" zeigt die beeindruckendsten Landschaften und Sehenswürdigkeiten der Welt aus Sicht der Vögel. Naturfilmer haben über viele Jahre verschiedene Vögel von Geburt an aufgezogen und eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut. Auf ihre Zieh-Eltern konzentriert, fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen dem Zuschauer so einen fantastischen Einblick in ihre Sicht auf die Erde. Lassen Sie sich entführen auf eine atemberaubende Reise und lernen Sie dabei die spektakulärsten Naturereignisse unserer Erde aus der Vogelperspektive kennen. Die Naturfilmer von BBC haben sich mit neuster Technologie an eines der grossen Geheimnisse der Natur herangewagt. Über vier Jahre haben sie verschiedene Vögel auf allen Kontinenten von ihrer Geburt an aufgezogen, eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut und sie so zu Hauptprotagonisten ihrer neuen Naturserie "Die fantastische Reise der Vögel" gemacht. Auf ihre Zieheltern konzentriert fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen so einen grossartigen Einblick in ihre Sicht auf die Erde.

http://www.imdb.com/title/tt2228196/
1. Nordamerika (North America)
Weißkopfseeadler und Schneegänse müssen bei ihrem Zug über die Vereinigten Staaten in Richtung Norden karge Wüsten bezwingen, den Wintereinbruch überstehen und sich großen Jägern stellen. Allein die Wahl der Routen ist schicksalshaft. Sie entscheidet darüber, ob sich ein ganzer Schwarm den Entbehrungen im Tal des Todes stellen muss, oder ob sich die andere Gruppe über den Häuserschluchten New Yorks von den Aufwinden nach Norden tragen lässt. Auf den Schwingen der Zugvögel erlebt der Zuschauer die Schönheit des Nordamerikanischen Kontinents neu und taucht mit den Pelikanen ein in die mysteriösen Geheimnisse des Pazifischen Ozeans entlang der Westküste, wo Teufelsrochen Purzelbäume schlagen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2228168/
2. Afrika (Africa)
Im zweiten Teil der Reihe stellen sich die Vögel den Herausforderungen Afrikas. Ihre Reise führt vom Kap der Guten Hoffnung über die Savannenlandschaften der Serengeti, vorbei an tosenden Wasserfällen und ätzenden Natronseen bis in die Sahara. Die Vögel stellen sich Löwen im Streit um die Beute, sie gewinnen in Luftkämpfen gegen Ihresgleichen, und sie unterliegen räuberischen Pavianen in spektakulären Fluchten. Auf den Schwingen der Vögel erlebt der Zuschauer Naturschauspiele aus einer völlig neuen Perspektive, wie die Wanderung der Gnus oder die spektakulären Jagden der Krokodile. Für einen Teil der gefiederten Abenteurer ist der Flug über ganz Afrika hinweg nur der Beginn ihrer Reise, denn sie haben sich aufgemacht, um Europa neu zu besiedeln. - 10/10

http://www.imdb.com/title/tt2228216/
3. Europa (Europe)
Der dritte Teil der Reihe begleitet die Zugvögel, die sich in jedem Frühjahr aufmachen, Europa neu zu besiedeln. Es sind Reisen voller Entbehrungen, in denen Vögel Entfernungen zurücklegen, die um die halbe Erde reichen. Und sie müssen häufig Risiken eingehen, die sie im schlimmsten Falle scheitern lassen. So unterschiedlich die Vögel, so verschieden sind ihre Schicksale und Herausforderungen: Die Kamera folgt den Störchen bei ihrer gefährlichen Passage über das Mittelmeer, begleitet Kraniche und Flamingos bei ihrer Suche nach geeigneten Brutplätzen in der Camargue und fliegt mit Gänsen über Loire-Schlösser und durch Unwetter auf ihrem Weg in die Arktis. Ein Schwarm von 20 Millionen Staren erschafft ein riesenhaftes Wesen am Abendhimmel von Rom, Basstölpel absolvieren vor der schottischen Küste spektakuläre Jagdflüge. Und Aufnahmen in Ultrazeitlupe zeigen Schwalben, die Eintagsfliegen erbeuten. Aber jeder Vogel hat ein Ziel, das ihn alle Anstrengungen ertragen lässt: Nach ihrer Ankunft beflügelt das bevorstehende Brutgeschäft die befiederten Abenteurer. Die Paare finden zueinander und vor ihnen liegt der europäische Sommer, in dem sie ihre Jungen großziehen. Es bleibt ihnen nicht viel Zeit, denn im Herbst muss der Nachwuchs stark genug sein, um selbst beim Zug nach Süden dabei sein zu können. - 10/10

http://www.imdb.com/title/tt2228312/
4. Südamerika (South America)
Der vierte Teil der Reihe führt von den bizarren Landschaften Patagoniens nach Norden, quer durch die unendlich abwechslungsreiche Schönheit des südamerikanischen Kontinents. Es ist eine Reise auf den Schwingen des Kondors entlang der Anden, eine Entdeckungsreise vorbei an der legendären Ruinenstadt Machu Picchu, hin zu den Paarungsplätzen der Mähnenrobben. Hellrote Aras führen auf ihrer Suche nach natürlichen Arzneien ins Herz des Amazonasbeckens, in dem sie auf Tapire, Klammeraffen und Jaguare treffen und auf den Alptraum jedes Bewohners der Baumkronen: Harpyien, die physisch stärksten Greifvögel der Welt. Die Vögel tragen den Zuschauer durch die Wasserfälle des Iguazu, aber auch zu den Jagdgründen der Schwertwale. Südamerika auf den Schwingen der Vögel ist so bunt und lebendig wie der Karneval von Rio de Janeiro, einer Stadt, über der von Aufwinden getragen, Geier ihre Kreise ziehen. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2228228/
5. Asien und Australien (Asia and Australia)
Im fünften Teil ihrer Reise stellen sich die Vögel den Herausforderungen des Himalaya ebenso wie denen der australischen Wüsten. Kraniche kämpfen sich durch das Labyrinth aus Schluchten und Tälern quer durch das höchste Gebirge der Welt, während die kühnsten unter den Fliegern bei minus 40 Grad in einer Höhe, in der kein Mensch überleben könnte, einfach darüber hinwegfliegen. Die Vögel führen den Zuschauer an Orte, an denen die gefiederten Lebewesen Schutz genießen und aus religiösen, philosophischen oder künstlerischen Gründen verehrt werden. Aber auch in Asien und Australien führen die Vögel ihren Kampf ums Überleben, sind präzise Jäger oder manövrieren in waghalsigen Flugmanövern ihre Feinde aus. In den australischen Outbacks schließt sich eine Vogelart zu Schwärmen zusammen, die sie wie ein riesiges geisterhaftes Wesen den Himmel erfüllen lässt: Wellensittiche in unvorstellbar großer Zahl. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2228234/
6. Flying High
Die Naturfilmer von BBC haben sich mit neuster Technologie an eines der grossen Geheimnisse der Natur herangewagt. Über vier Jahre haben sie verschiedene Vögel in allen Kontinenten von ihrer Geburt an aufgezogen, eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut und sie so zu Hauptprotagonisten ihrer neuen Naturserie "Die Erde aus der Luft" gemacht. Auf ihre Zieheltern konzentriert fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen so einen phantastischen Einblick in ihre Sicht auf die Erde. - 8/10

In einem Wort: phantastisch - und das geht ja im Grunde schon aus dem Titel dieser wunderschönen und vor allem faszinierendem Dokumentation über die Reisen, das Leben und natürlich auch dem Überleben der Vögel hervor. Allein schon die Kameraperspektiven bieten einen grandiosen Blick - im wahrsten Sinne des Wortes - über die Schulter der veschiedenen Vögel auf die Erde. Die Miniaturkamera vom Rücken der verschiedensten Tiere, darunter sind Geier, Adler und Gänse, liefern Aufnahmen, die man so sicher noch nie gesehen hat.

Man geht mit den Ringelgänsen auf Reise, begleitet die Störche auf ihrer Reise durch Europa, beobachtet in unfassbar schönen Slow-Motion-Aufnahmen Schwalben im Flug, sieht den Fischadler bei der Jagd, sieht Geier im Aufwind beinahe schwerelos schweben und bekommt einen nicht minder großen Einblick in das Wirken der Feinde der Vögel, angefangen von Feinden aus den eigenen Reihen - den mächtigen Seeadlern - bis hin zu - so unglaublich das klingen mag - Löwen und Haien. 


Alles in allem eine der schönsten Dokus die ich besitze. 

9/10 

Samstag, 23. Februar 2013

Phantome der Tierwelt (2012)